Freitag, 6. März 2009

Muh macht die Kuh

Für mich ist ein guter Tag nur dann ein guter Tag, wenn ich in den frühen Morgenstunden (bevors ab in die PH geht) eine OVI geniessen kann. Dazu braucht es natürlich Milch und OVI. Auf die Milch werde ich nun genauer eingehen.
Früher holten wir die Milch immer direkt bei einem bekannten Bauer in unserem Dorf. Der Weg der Milch war somit nicht sehr lang. Von der Kuh durch die Melkmaschine in den riesigen Milchtank. Von dort in unser "Milchkübeli" und dann in unsere Tassen. Für unser Milchkübeli (4l) zahlten wir 4.-, also pro Liter 1.-. Wir holten die Milch meist zu Fuss, darum war diese Art von Milcheinkauf für die Umwelt keine Belastung von uns aus. Für die Methanaussonderungen der Kühe konnten wir ja nichts... Zudem war dieses Geschäft für uns und den Bauern rentabel.
Seit wir umgezogen sind, ist diese Art von "Milchanschaffung" nicht mehr möglich. Darum kaufen wir unsere Milch nun in der MIGROS oder im Coop.
Weil wir zu Hause zu sechst sind, brauchen wir mind. 1l Milch pro Tag, wenn nicht sogar 2l. Darum kauft meine Mutter meistens die 2l-Packungen M-Budget Milch. Auf K-tipp.ch fand ich einen Artikel über die Billigmarke M-Budget. Es wurde ein Vergleich zwischen der Billigmarke und anderen Maken der MIGROS durchgeführt. "Die Tester fanden zwar geringfügige Abweichungen, doch bei Lebensmittelproben liegen diese in der Toleranzgrenze.". D.h. M-Budget-Produkte und andere sind identisch. Dies streitet der MIGROS-Pressesprecher ab, "die einzige Ausnahme, die der Migros-Mann einräumt, ist die Milch. 'Es gibt halt keine M-Budget-Kuh'". Fazit: Wir trinken keine schlechtere Milch zu Hause, wir kaufen sie einfach billiger. Ist das fair den Bauern gegenüber? Eigentlich nicht. Aber verständlich wenn man an den Milchkonsum und ans Portemonnaie denkt. Wichtig ist doch, dass die Milch aus der Schweiz kommt!? Und das tut sie. Dass heisst schon mal, dass sie keinen all zu langen Weg hinter sich hat, bevor sie in unseren Tassen landet. Über den konkreten Weg der Milch habe ich nichts gefunden. Aber so stell ich mir den vor:
Kuh wird gemelkt, Milch in Kannen oder riesem Fass gelagert. Die Milch wird dann von einem gekühlten Milch-Lastwagen (der immer zu schnell fährt im FL) abgeholt und in eine Abfüll-"Fabrik" gebracht. Dort wird die Milch in Tetra-Päcke abgefüllt und dann kommt sie wieder mit einem Lastwagen in die MIGROS-Läden. Dort werden sie in Regale gestellt und von Konsumenten (z.B. meine Mama) gekauft.
Also wandert die Milch durch die Finger von Bauern, Milch-Chauffeuren, Fabrikarbeitern, Chaffeuren, MIGROS-Angestellten, Verkäufern und landet dann bei uns zu Hause. Dort wird sie eines Morgens von mir mit einigen Löffeln OVI getrunken, bevor ich mich topmotiviert auf den Weg nach Rorschach mache. Mit OVI kann mans länger aber nicht besser....

1 Kommentar:

  1. hey claudia,

    musste lachen als ich deinen Post gelesen habe, denn ich kenne das mit dem Milchholen beim Bauern ganz genau! Meine Schwester und ich mussten dass auch immer machen, und wir hatten immer rieeesen Schiss vor dem Bauern. Wir mussten auch immer noch relativ weit laufen, und hatten auf dem Weg dorhin eigentlich dauernd Angst. Also waren wir sehr erleichtert, als wir endlich die Milch im Coop einkaufen gingen. Rückblickend, war das Milchholen beim Bauern natürlich viel sinnvoller. Aber eben, als kleiner Knopf hat man da andere Ansichten.

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