Fast jeden Morgen, wenn ich in den Zug einsteige, ist meine Suche nach einem freien Platz aussichtslos. Diese Woche ist mir aber das erste Mal bewusst geworden, dass dieser Aspekt im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit steht.
Viele Menschen benutzen offensichtlich öffentliche Verkehrsmittel, so viele, dass nicht einmal mehr für alle ein Sitzplatz zur Verfügung steht. Unweigerlich kam mir dann der Gedanke, wie viele Leute denn wohl zur selben Zeit mit ihrem Auto unterwegs sind?
Ich blickte aus dem kleinen Fenster der Zugtür – ich stand gezwungenermassen ausserhalb des Zugabteils – und erblickte die Autobahn, auf der viele Autos unterwegs zu einem für mich unbekannten Ziel unterwegs waren.
Plötzlich lag ich wieder in meinem Bett, der Wecker hatte noch nicht geklingelt, aber ich hörte durch das geschlossene Dachfenster Autos vorbeifahren, jede Minute mehr, je näher das Tageslicht rückte. Also waren genauso viele Menschen mit dem Auto unterwegs wie auch hier im Zug sassen, sogar noch mehr. Ich fragte mich, was wohl geschehen würde, wenn alle diese Autofahrer eines Tages auch auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würden. Würden die Fahrpläne ausgebaut? Würden mehr Wagen an den Zug angehängt? Gäbe es dann für alle einen Sitzplatz?
Ich denke aber, dass es so weit nie kommen wird, da es immer Menschen gibt, die das Auto benutzen werden, sei es nun angemessen oder nicht.
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Hallo Carmen
AntwortenLöschenIch fahre ja jeden Morgen mit dem gleichen Zug wie du. Dabei sind mir schon oft die gleichen Gedanken durch den Kopf gegangen. Es ist wirklich mühsam jeweils noch einen freien Sitzplatz zu finden. Es ist erstaunlich was für ein Verkehr herrscht während den Stosszeiten. Aber ich glaube, ich würde bestimmt auch das Auto nehmen, wenn ich könnte, um mir diesen Stress am Morgen zu ersparen. Ich weiss, es ist nicht umweltfreundlich, aber es erspart einem den Stress.