Freitag, 20. März 2009

Vogelgezwitscher

Momentan fällt es mir eher schwer Zeit zu nehmen um in die Natur zu gehen, genau so erging es mir auch diese Woche. Ich fand erst heute Morgen etwas Zeit, aber auch dieses Mal war es nicht ganz eine Stunde.

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, habe ich zuerst mein Fenster geöffnet und bin dann nochmals in mein Bett gekrochen. Die Vögel draussen waren schon sehr munter und zwitscherten so gut und laut wie sie konnten. Ich lauschte den Vögeln eine Weile. Je länger ich zuhörte, desto mehr bekam ich den Drang endlich aufzustehen und etwas zu tun. Ich zog mich also an und schnappte mir meinen Hund und ging mit ihm nach draussen.

In einem kleinen Waldstück, wo ich schon länger nicht mehr war, bin ich spazieren gegangen. Zuerst war ich ganz alleine unterwegs, nur mein Hund sprang um mich herum. Als ich jedoch wirklich den Wald anschaute und meine Ohren spitze, bemerkte ich, dass ich ganz und gar nicht alleine war. Um mich herum waren schon viele Tiere munter und fleissig. Ich konnte einen Vogel beobachten, der sein Nest baute, oder Vögel die sich etwas zu fressen suchten. Viele kleine Insekten waren auch schon fit und liefen durch den Wald.

So gesehen ist man eigentlich nie alleine unterwegs. Als ich all diese Tiere sah, wurde es mir richtig Wohl und ich bekam neue Energie für den Tag, die ich auch gut gebrauchen kann, da die Bachelorarbeit auf mich zu Hause wartete. Die Energie der Natur gibt mir persönlich viel mehr, als wenn ich zum Beispiel einen Energiedrink nehme, was ich eh sehr selten tue. Jedoch ist mir wieder klar geworden, dass wir die Natur schützen müssen, damit wir nach draussen gehen können und uns mit Energie laden können. Die Natur ist ein sehr wertvolles Gut, das bewahrt werden muss.


Bildquelle: http://www.widescreen-wallpapers.de/wallpapers/500-spatz-1.jpg

Des einen Freud, des anderen Leid

Treffend nicht für den aktuellen Wochenimpuls? Ich selber gehöre zu der Gruppe, die eigentlich genug um die Ohren hat und keine Stunde irgendwo rumlaufen möchte. Schlussendlich habe ich mich aufraffen können. Mit „stil irgendwo da sitzen“ kann ich nichts anfangen, also lief ich und versuchte meine Gedanken loszulassen.

Das war schwieriger als ich dachte. Beim Anblick der Berge kamen mir lauter Figuren in den Sinn. Meistens waren es irgendwelche Dinosaurier, die ich dachte hinter den Umrissen der Berge zu erkennen. Hatte wohl ein bisschen zu viel Fantasie an diesem Tag. Nach und nach riefen Dinge, auf denen mein Blick fiel, irgendwelche Erinnerungen hervor. Mir kamen Orten in den Sinn, die ich nie speziell fand, an denen ich jedoch gerade in dem Moment gerne sein wollte. Sogar Düfte riefen Gedanken an frühere Erlebnisse hervor.

Gedanken ganz loszulassen um sich ganz der Natur zu widmen, ist meiner Meinung nach eine Kunst. So richtig einmal abschalten und an gar nichts mehr denken, dass kann ich nicht. Wäre es vielleicht besser gewesen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich zu Hause so viel zu tun habe? Das weiss ich nicht. Sicher bin ich mir jedoch, dass die Natur zur Erholung und zum Entspannen beiträgt. Nicht umsonst, würden so viele Menschen viel Zeit in der Natur verbringen, sei es mit spazieren, laufen oder einfach nur im Garten sitzen. Ob man sich dann automatisch als Teil der Natur sieht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ich habe mich jetzt nicht als Teil von ihr empfunden. Aber vielleicht müsste ich mal den Status des gedankenlosen Dasitzens erreichen. Wer weiss.

Donnerstag, 19. März 2009

Entspannung in der Sonne

Am Samstag Nachmittag war es so schönes, warmes Wetter draussen und die Sonne schien auf unsere Terrasse, weshalb ich mich entschliess, mich draussen auf die Terrasse in den Korbstuhl zu setzen und einfach zu entspannen.
Zuerst habe ich meine Augen geschlossen und mich gemütlich entspannt. Dabei habe ich die Wärme der Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht gespürt. Dann habe ich die Natur einmal bewusst über mein Gehör wahrgenommen. Erstaunlich wie viel man über das Hören wahrnimmt, wenn man die Augen schliesst. Viele Sachen die man im Alltag gar nicht bewusst über das Gehör wahrnimmt. Die Vögel zwitschern, der Wind weht, die Bäume rauschen im Wind. Wenn ich in meinem täglichen Stress bin, fallen mir solche Sachen in der Natur gar nicht mehr auf, da unsere visuelle Wahrnehmung in unserer Umwelt von zu vielen Reizen überflutet wird. Es war sehr entspannend für mich, einfach einmal der Natur zu lauschen.

Dieses bewusste Wahrnehmen der Natur, hat ein in mir ein Gefühl von Wohlsein und Entspannung ausgelöst. Zudem auch ein Bewusstsein, dass die Natur ein wichtiger Teil von uns oder besser gesagt für uns ist. Ich denke, dass ich in Zukunft mir öfters Zeit nehmen werde, mich einfach in die Natur zu setzen um zu entspannen und den Alltag hinter mir zu lassen.

Ein Teil dieser Natur zu sein, bedeutet für mich, dass ich zu dieser Natur auch Sorge tragen muss. Dies bedeutet für mich zugleich, dass ich mein Handeln mehr kontrollieren muss in Bezug auf eine nachhaltige Zukunft, damit die Natur so erhalten bleibt wie sie ist, und ich sie weiterhin geniessen kann.

Dienstag, 17. März 2009

Calvin & Hobbes kehren zurück


Calvin und Hobbes aus dem heutigen 20min (17.3.09)
hüt hani mol dra dengt - so als uflockerig und für zwüschedure..

Sonnenschein und Schnarchgeräusche

Ich verbrachte das Wochenende in Planken. Das ist eine 400-Seelen-Gemeinde in Liechtenstein. Also ein Kaff, wo sich wortwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Ich setze mich also am Nachmittag auf den Balkon, wo die Sonne mich blendete. Darum setzte ich meine rosarote Sonnenbrille auf. Ich genoss die Wärme und spürte die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Zeitweise war es so heiss, dass ich sogar meinen Pulli ausziehen konnte. Ich hörte die Blätter rauschen und von weitem hörte ich Kindergelächter. Ich sah die Wolken vorbeiziehen und verschwinden. Immer wieder kamen mir Bachelorarbeit und Diplomprüfungen in den Sinn und ich schweifte mit meinen Gedanken immer weiter ab. Das letzte was ich wahrnahm war eine Katze, die um meine Beine schlich. Als ich ca. 45 Minuten später aufwachte, schien die Sonne immer noch. Und die Katze war auch noch da.

Ich konnte diese Zeit in der Natur nicht wirklich geniessen, da es momentan eine ziemlich stressige Zeit ist. Mir fiel es richtig schwer ruhig zu sitzen, bis ich dann verschlief...
Früher war ich mehr mit der Natur verbunden als heute. Ich war mehr draussen: am spielen und beim Holzen mit meinem Papa, oder im Garten mit meiner Mama. Momentan sitze ich mehr vor dem Laptop und vor Büchern.
Heute bin ich nicht mehr so oft draussen, im Sommer jedoch öfters als im Winter. Im Sommer geniesse ich die Sonne und gehe sehr gerne an einen See oder spiele Beachvolleyball. Jedenfalls freue ich mich darauf, dass es langsam Sommer wird und wir wieder Zeit für uns und die Natur haben...

Frühlingserwachen

Da das Wetter endlich frühlingshafter geworden war und ich die wärmeren Temperaturen genoss, kam mir dieser Auftrag gerade richtig. So hatte ich einen guten Vorwand, einmal nicht in meinem Zimmer am Schreibtisch sitzen und brav für die Schule arbeiten zu müssen, sondern in die Natur zu gehen und einfach nichts zu tun.

Als ich ein schönes Plätzchen gefunden hatte, setzte ich mich hin und lauschte auf die verschiedenen Geräusche. Was mir als erstes auffiel war das Vogelgezwitscher, das ich schon am Morgen gehört hatte und das mir bewusst machte, dass der Frühling anscheinend doch endlich kommt. Ansonsten herrschte Stille. Die Wärme, die ich auf meiner Haut spürte, machte mich schläfrig. Der fehlende Schlaf der letzten Tage machte sich bemerkbar. Ich versuchte angestrengt, nicht einzuschlafen, was nicht ganz einfach war. Also stand ich auf und verschaffte mir etwas Bewegung. Dadurch entstanden neue Geräusche: raschelndes Gras, knisternde Hosen, meine Atmung wurde stärker und sogar mein Knie knackste. Mir wurde bewusst, dass diese Geräusche alle nicht der Natur entstammten. Da fiel mir ein, dass viele Menschen in die Natur eingreifen, sie verändern und sogar zerstören. Dies erzeugt sehr viele Geräusche, die die Klänge der Natur übertönen. Gibt es deshalb heute so viele Kinder, die die Naturgeräusche nicht mehr kennen?

Ich habe mir vorgenommen, in meiner Berufsarbeit die Kinder auf die vielen Geräusche und Klänge der Natur zu sensibilisieren und sie darauf aufmerksam zu machen, wie viel schöner diese gegenüber den meisten menschlich erzeugten Klängen, die eher als Lärm bezeichnet werden müssten, tönen.


Bildquelle: http://www.donauauen.at/files/1051_Fruehling3_Popp.jpg, 17.3.09

Montag, 16. März 2009

Londoner tube vs. Bächlirauschen

Eine ganze Stunde in der Natur kann ich mir zur Zeit nicht leisten, einfach so nichts machen, da sitzen, still sein, beobachten – langweilig, unnötig und sowieso nur Zeitverschwendung. Und doch habe ich es versucht. Schon öfter sass ich irgendwo und beobachtete das Geschehen um mich herum, dies aber oft nur an Flughäfen, Bahnhöfen oder in Untergrundbahnen (was ich immer am interessantesten fand), wo es viele Menschen hat, es mehr oder weniger laut ist und wenn ich nichts Besseres zu tun hatte. Deshalb kostete mich ein bewusstes ‚in die Natur setzten’ etwas Überwindung.
In dieser Zeit meine Gedanken los zu lassen war fast unmöglich, weil mich jedes Vogelgezwitscher, jeder Ast, jedes Rauschen des Baches an etwas erinnerte. Wenn ich die Gedanken weiter verfolgt hätte, wäre ich nicht zur Ruhe gekommen. Aus diesem Grund nahm ich mir vor, dem Rauschen des Baches nachzugehen. Ich hörte, sah den Bach jedoch gar nicht. Später dachte ich daran, dass es einige Dinge in meinem Leben gibt, die ich zwar „höre“ aber nur selten sehe oder mir überhaupt bewusst sind (z.B. die Produktion meines Kaugummis, die Unterstützung von Familie und Freunden, ein Lächeln...).
Könnte ich nun zu all den Sachen, die mir in meiner ‚Natur-Stunde’ begegneten solche Parallelen in meinem Alltag finden? Wahrscheinlich schon, würde ich länger und ernsthafter darüber philosophieren. Wichtig ist mir im Moment einige wenige Dinge von der Natur zu lernen, zu erfahren und dadurch auch mögliche Auswirkungen auf mich persönlich zu bedenken.

Sonntag, 15. März 2009

Achtsames Skilager

Die Woche verbrachte ich mit 4. Klässlern im Skilager. Ich versuchte mich ab und zu an den Wochenimpuls zu erinnern und einige Sachen achtsam zu beobachten.
Sehr auffällig war das gemeinsame Essen mit 47 Kindern und 6 anderen Leitern. Die Lehrpersonen setzten im Vorhinein Essens-Regeln mit den Kindern fest, auf deren Einhaltung sie bestanden. Eine Regel war, dass die Portionen jeweils aufgegessen werden. Daran hielten sich die Kinder ohne Widerrede. Einige Male blickte ich in ein wenig gequälte Gesichter, weil zum Teil etwas gar nicht schmeckte. Auch wurde unter den Kindern und Leitern das Essen geteilt oder weitergegeben, wodurch schlussendlich die Teller immer leer zusammengestellt werden konnten.

Ein anderer Aspekt, der mir auffiel war das Benützen der Sessellifte und Gondelbahnen. Unser Lagerhaus befand sich direkt an der Piste und wir waren nur einige Schritte vom Lift entfernt so dass mühsames Schleppen unnötig war. Für die Kinder (und auch für uns Leiter) war dies ein grosser Vorteil. Meine Frage ist nun aber, wie umweltfreundlich solche Sessellifte sind? Vor allem liefen sie anfangs der Woche mehrheitlich leer – das gute Wetter und auch die Schneesportler blieben fern. Hätten die Verantwortlichen den Betrieb eingestellt, ganz oder nur phasenweise, hätten sich viele – ich eingeschlossen – beschwert. Immerhin haben wir den vollen Preis für die Tageskarten bezahlt. Wie aber könnten die Betreiber dieses Problem lösen? Oder ist es ihnen egal, dass die Lifte halbleer laufen? Ich denke nicht...

Samstag, 14. März 2009

Neue, alte Schule

Diese Woche sollte ich achtsam durch die Welt gehen, meine Augen für kleine Dinge öffnen. Ich muss sagen, dass es gar nicht so einfach war, denn im Alltagsstress läuft man einfach an schönen kleinen Dingen vorbei, auch wenn dieser Ort früher einmal ein besonderer Ort gewesen ist.

So ist es mir in letzter Zeit ergangen. Ich wohne nur eine Strasse weit von meiner alten Primarschule entfernt und fahre täglich an ihr vorbei, jedoch ganz genau hingesehen habe ich wahrscheinlich noch nie so richtig. Letzte Woche bin ich an der Schule vorbei gegangen und habe sie mir kurz genauer angesehen und habe vieles Neues aber auch Altes entdeckt. Dabei sind mir tolle Erinnerungen an meine Schulzeit in den Kopf gekommen.

Das Hauptgebäude meiner alten Schule steht noch, aber es ist ein zweites Gebäude entstanden, das auf den alten Schulhof gebaut wurde. Der neue Platz zum spielen liegt nun neben der Turnhalle, wo früher nur Rasen war. Der Rasen musste also weichen um neuen Platz zum Spielen zu geben. Auf dem zweiten Rasenplatz stehen heute Spielgeräte wie eine Rutsche und ein Klettergerüst.

Als ich nach einigen Minuten die Schule verliess und nach Hause ging, habe ich mir meine Nachbarschaft genau angesehen. Auch hier hat sich einiges verändert seit meiner Kindheit. Zwei Häuser sind abgebrannt und ein weiteres Haus wurde abgerissen. Dafür stehen nun 3 Blöcke mehr in der Nachbarschaft. Seit die Blöcke stehen, kennen wir nicht mehr alle unsere Nachbarn, weil sie zum Teil sehr schnell wechseln. Es sind nur noch 3 Häuser und ein Block, welche mich an meine Kindheit erinnern, alle anderen sind neu und die Plätze an denen wir als Kinder gespielt haben sind nicht mehr da.

Ich bin gerade mal 23 Jahre und in dieser kurzen Zeit hat sich an nur zwei Orten, welche mich an meine Kindheit erinnern sehr vieles verändert. Wie sieht es denn in der ganzen Welt aus? Die Zeit vergeht sehr viel schneller als wir annehmen und die Veränderungen, habe ich das Gefühl, sind noch schneller. Wie wird meine Nachbarschaft wohl in weiteren 20 Jahren aussehen?

Achtsam durch die Welt gehen ist gar nicht so leicht wie es sich anhört. Tut man es aber doch, entdeckt man sehr viel Neues und Schönes. Ich werde mich bemühen mir öfters Zeit zunehmen und achtsam durch meine kleine Welt zu gehen.

Freitag, 13. März 2009

faule Tatsachen

Ich habe meinen Zettel "achtsam sein" an meine Zimmertür geklebt. Somit habe ich bereits früh am Morgen die Notiz gelesen und einige weitere Male im Verlauf des Tages. Während der Woche war ich besonders beim Einkaufen achtsam. Ich habe bewusster auf die Produkte in den Regalen geachtet. In der Migros und im Coop gibt es eine riesige Auswahl an Bio- und Fairtrade-Produkten. Trotzdem war mein Einkaufskorb voll von M-Budget, bzw. Prix Garantie Produkten. Wieso das? Bei dem Geld was mir jeden Monat zur Verfügung steht, achte ich vor allem auf günstige Preise und darauf, dass es mir schmeckt. Jedoch habe ich Bio/Fairtrade-Produkte sehr wohl wahrgenommen und werde solche vermehrt einkaufen, wenn ich die Mittel dazu habe. Ein weiterer Punkt, auf den ich diese Woche besonders geachtet habe, ist das Autofahren. Abends gehe ich häufig zu Kolleginnen, meistens mit dem Auto. Mit dem Auto weil, ....
... ich schneller da und wieder zurück bin (mit dem Bus brauche ich doppelt so lange)
... die Busverbindungen nicht so gut sind
... ich unabhängiger bin
... es bequemer ist (im Winter vor allem auch wärmer)
Diese Woche war ich jedoch häufiger mit dem Bus unterwegs. Und das, weil ich darauf achten wollte nicht mehr so viel mit dem Auto unterwegs zu sein und weil mir diese Woche selten ein Auto zur Verfügung stand (da ich kein eigenes habe).
Ich habe festgestellt, dass der Bus zwar doppelt so lange bracht für die gleiche Strecke und man Wartezeiten auf sich nehmen muss, aber man kann die Zeit zum Beispiel für Lektüre nutzen. Würde man in einer Stadt wohnen, würden die Wartezeiten evtl. wegfallen, da der ÖV besser ausgebaut ist. Aber bei uns ist ein Auto doch noch praktischer und bequemer und dadurch die Busse wenig verlockend.

Donnerstag, 12. März 2009

Sich über kleine Dinge freuen

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich diese Woche wirklich achtsam durch mein Leben ging. Zettel hin oder her, es gelang mir nicht jeden Tag darauf zu achten. Wenn ich aber zurückdenke, fallen mir ein paar kleine Erlebnisse ein.

An irgendeinem Tag in dieser Woche (tja, soviel zu Achtsamkeit!) hatte es geregnet. Als ich dann am Morgen aus dem Haus ging, lief ich mit dem Blick auf dem Boden zu meinem Auto. Da fielen mir die Regenwürmer auf, die da herumkrochen. Obwohl ich mit Regenwürmern nichts anfangen kann, freute ich mich sie zu sehen. Ich dachte, wenn diese schon wieder da sind, dann kann der Frühling auch nicht weit sein.

An einem anderen Tag, als ich mit einer Mitstudentin unterwegs war, hörte ich ein komisches Pfeifen. Da ich es nicht genau erkannt hatte, dachte ich an ein elektronisches Piepen. Als ich dann näher hinhörte, wurde es klarer: Vögelgezwitscher. Ich musste über mich selbst lachen und dann wurde mir bewusst, dass es das erste Mal in diesem Jahr war, dass ich Vögel zwitschern hörte.

Heute Morgen als ich aufgestanden bin, ging ich sofort zum Fenster, um zu schauen, ob es schneite. Ich war mit Autofahren an der Reihe und rechnete gemäss Wetterbericht mit Schnee. Und da war er: Anstatt Schnee zu sehen, blickte ich auf Bergspitzen, auf denen bereits die Sonne strahlte und sie rötlich färbte. Wie all zu oft, hatte ich kaum Zeit, um diesen Anblick zu geniessen. Wäre ich früher aufgestanden, hätte ich ein wenig zuschauen können, wie die Sonne immer mehr von den Bergen erhellte. Da fiel mir auf, dass ich ständig alles auf den letzten Drücker mache. So ist es auch kein Wunder, dass ich kaum Zeit finde, einfach mal stehen zu bleiben und mich an kleinen Dingen zu erfreuen bzw. diese überhaupt zu entdecken. Es liegt wohl auf der Hand, dass ich achtsamer werden muss, für das, was um mich ist.

Die Berufsschüler/innen von Heute

Ich wohne in der nähe einer Berufsschule. Jeden Mittag gehen die Schüler/innen an unserem Haus vorbei, da die Strasse direkt ins Zentrum führt. Viele der Schüler/innen gehen dort im Coop oder Migros essen, weil das Essen deutlich billiger ist, als bei ihnen in der Mensa. Deshalb hatte ich mir vorgenommen die Schüler/innen einen Mittag lang achtsam zu beobachten. Dabei sind mir vor allem zwei Sachen deutlich aufgefallen. Als erstes wurde mir Bewusst wie viele Schüler/innen gar nicht zu Fuss gehen, sonder stattdessen das Auto nehmen um ins Dorf zu fahren. Dabei währen es nur zehn Minuten Gehweg um ins Dorf zu gelangen. Auch wenn man nur mit den Ohren lauscht, merkt man, was für ein riesiger Verkehr zur Mittagszeit in unseren kleinen Strasse herrscht. Dabei wäre es ja keine grosse Sache, das Auto einfach stehen zu lassen, und an einem einzigen Tag diesen kurzen Weg zu Fuss zurück zu legen. Somit wurde mir klar wie bequem die Leute von Heute sind und dabei gar keine Rücksicht auf ihre Umwelt nehmen.

Als die Menschen dann nach der Mittagszeit wieder zurückkehrten ist mir nochmals etwas aufgefallen. Viele von den Schüler/innen hielten in der Hand noch Säcke oder sonstigen Abfall wie Tetra Päcke in der Hand. Doch nicht sehr lange. Ich konnte bei vielen beobachten wie sie ihren Abfall einfach auf den Boden weggeworfen haben. Einige haben sogar aus dem fahrenden Auto, ihren Abfall einfach aus dem Fenster geworfen. Dabei hat es auf dem Hof vor ihrer Schule, überall genügend Abfallkübel verteilt. Es ist erschreckend für mich gewesen, zu sehen, wie rücksichtslos diese Menschen mit ihrer Umwelt umgehen.
Wenn die Menschen mehr Sorge zur Umwelt tragen würden, dann würden sie ihren Abfall noch 50 Meter weiter tragen, um ihn dann auch auf die umweltfreundlichere Art zu entsorgen. Vor allem wäre es keiner grosser Umstand für diese Leute.

Eine etwas andere Zugfahrt

Fast jeden Morgen, wenn ich in den Zug einsteige, ist meine Suche nach einem freien Platz aussichtslos. Diese Woche ist mir aber das erste Mal bewusst geworden, dass dieser Aspekt im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit steht.
Viele Menschen benutzen offensichtlich öffentliche Verkehrsmittel, so viele, dass nicht einmal mehr für alle ein Sitzplatz zur Verfügung steht. Unweigerlich kam mir dann der Gedanke, wie viele Leute denn wohl zur selben Zeit mit ihrem Auto unterwegs sind?
Ich blickte aus dem kleinen Fenster der Zugtür – ich stand gezwungenermassen ausserhalb des Zugabteils – und erblickte die Autobahn, auf der viele Autos unterwegs zu einem für mich unbekannten Ziel unterwegs waren.
Plötzlich lag ich wieder in meinem Bett, der Wecker hatte noch nicht geklingelt, aber ich hörte durch das geschlossene Dachfenster Autos vorbeifahren, jede Minute mehr, je näher das Tageslicht rückte. Also waren genauso viele Menschen mit dem Auto unterwegs wie auch hier im Zug sassen, sogar noch mehr. Ich fragte mich, was wohl geschehen würde, wenn alle diese Autofahrer eines Tages auch auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würden. Würden die Fahrpläne ausgebaut? Würden mehr Wagen an den Zug angehängt? Gäbe es dann für alle einen Sitzplatz?
Ich denke aber, dass es so weit nie kommen wird, da es immer Menschen gibt, die das Auto benutzen werden, sei es nun angemessen oder nicht.

Freitag, 6. März 2009

Muh macht die Kuh

Für mich ist ein guter Tag nur dann ein guter Tag, wenn ich in den frühen Morgenstunden (bevors ab in die PH geht) eine OVI geniessen kann. Dazu braucht es natürlich Milch und OVI. Auf die Milch werde ich nun genauer eingehen.
Früher holten wir die Milch immer direkt bei einem bekannten Bauer in unserem Dorf. Der Weg der Milch war somit nicht sehr lang. Von der Kuh durch die Melkmaschine in den riesigen Milchtank. Von dort in unser "Milchkübeli" und dann in unsere Tassen. Für unser Milchkübeli (4l) zahlten wir 4.-, also pro Liter 1.-. Wir holten die Milch meist zu Fuss, darum war diese Art von Milcheinkauf für die Umwelt keine Belastung von uns aus. Für die Methanaussonderungen der Kühe konnten wir ja nichts... Zudem war dieses Geschäft für uns und den Bauern rentabel.
Seit wir umgezogen sind, ist diese Art von "Milchanschaffung" nicht mehr möglich. Darum kaufen wir unsere Milch nun in der MIGROS oder im Coop.
Weil wir zu Hause zu sechst sind, brauchen wir mind. 1l Milch pro Tag, wenn nicht sogar 2l. Darum kauft meine Mutter meistens die 2l-Packungen M-Budget Milch. Auf K-tipp.ch fand ich einen Artikel über die Billigmarke M-Budget. Es wurde ein Vergleich zwischen der Billigmarke und anderen Maken der MIGROS durchgeführt. "Die Tester fanden zwar geringfügige Abweichungen, doch bei Lebensmittelproben liegen diese in der Toleranzgrenze.". D.h. M-Budget-Produkte und andere sind identisch. Dies streitet der MIGROS-Pressesprecher ab, "die einzige Ausnahme, die der Migros-Mann einräumt, ist die Milch. 'Es gibt halt keine M-Budget-Kuh'". Fazit: Wir trinken keine schlechtere Milch zu Hause, wir kaufen sie einfach billiger. Ist das fair den Bauern gegenüber? Eigentlich nicht. Aber verständlich wenn man an den Milchkonsum und ans Portemonnaie denkt. Wichtig ist doch, dass die Milch aus der Schweiz kommt!? Und das tut sie. Dass heisst schon mal, dass sie keinen all zu langen Weg hinter sich hat, bevor sie in unseren Tassen landet. Über den konkreten Weg der Milch habe ich nichts gefunden. Aber so stell ich mir den vor:
Kuh wird gemelkt, Milch in Kannen oder riesem Fass gelagert. Die Milch wird dann von einem gekühlten Milch-Lastwagen (der immer zu schnell fährt im FL) abgeholt und in eine Abfüll-"Fabrik" gebracht. Dort wird die Milch in Tetra-Päcke abgefüllt und dann kommt sie wieder mit einem Lastwagen in die MIGROS-Läden. Dort werden sie in Regale gestellt und von Konsumenten (z.B. meine Mama) gekauft.
Also wandert die Milch durch die Finger von Bauern, Milch-Chauffeuren, Fabrikarbeitern, Chaffeuren, MIGROS-Angestellten, Verkäufern und landet dann bei uns zu Hause. Dort wird sie eines Morgens von mir mit einigen Löffeln OVI getrunken, bevor ich mich topmotiviert auf den Weg nach Rorschach mache. Mit OVI kann mans länger aber nicht besser....

Donnerstag, 5. März 2009

Ein Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen…

… oder fast, wenn man bedenkt, was alles dahintersteckt, damit Kaffee in meine Tasse kommt.

Damit es überhaupt Kaffeekirschen gibt, muss ein Kaffeebauer diese erst pflanzen. Nach 4 bis 5 Monate werden die nun 30 bis 40 cm grossen Pflanzen in die Plantage verpflanzt. Die Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt. Für 500g Bohnen muss ein Kaffeebauer 2,5 kg Kaffeekirschen pflücken. Er muss beim Pflücken aufpassen, dass er die beschädigten und unreifen Früchte aussortiert. Nach dem Pflücken werden die Kaffeekirschen gereinigt. Der Kaffeebauer lässt sie im Wasser aufquellen, so dass sich die Bohnen von der Kirsche trennen. Danach werden die Bohnen durch Gärung veredelt und dann wieder gewaschen. Nun stellt der Kaffeebauer die Bohnen für 4 Tage zum Trocknen unter die Sonne. Er muss sie dabei immer wieder wenden. Die trockenen Bohnen werden dann von Hand verlesen und in Säcke zu 60 bis 70 kg abgepackt. Die Säcke werden dann mit den Schiffen nach Europa transportiert. In Europa angelangt wird der Kaffee nochmals veredelt. Danach wird der Kaffee gemischt und in Maschinen geröstet. Nach dem Rösten wird der Kaffee verpackt und zu den Lebensmittelgeschäften transportiert.

Es haben einige Menschen dazu beigetragen, dass ich jeden Tag meinen Kaffee trinken kann: der Kaffeebauer, die Exporteure und die Schiffsleute, der Lastwagenfahrer, der die Bohnen in die Fabriken fährt, die Verantwortlichen für die Maschinenbedienung und den Röstvorgang, die Verpackungsspezialisten, die Verladungsmitarbeiter und dann die Angestellten im Lebensmittelladen, die den Kaffee ins Regal stellen. Dank der Arbeit dieser Menschen ist es mir überhaupt erst möglich Kaffee zu trinken. Sicher, ich bezahle für den Kaffee den ich kaufe, trotzdem erhalten in vielen Fällen, diejenigen die am härtesten Arbeiten müssen, nur einen winzigen Teil davon. Im schlimmsten Falle unterstütze ich mit dem Kauf des Kaffees sogar diesen unfairen Handel und zu allem Übel vielleicht auch noch die Kinderarbeit (gemäss Unicef arbeiten viele Kinder zwischen 10 und 13 Jahren auf Kaffeeplantagen). Die Arbeit auf einer Kaffeeplantage ist nicht leicht. Viele Bauern können durch den gesunkenen Rohkaffeepreis ihre Produktionskosten nicht senken und leiden an Unterernährung. Wie sollen sie da noch die Kraft haben überhaupt arbeiten und ihre Familie ernähren zu können?

Ich denke, dass man jetzt nicht ganz auf Kaffee, Schokolade oder Jeans verzichten muss. Schon aus dem Grund, dass dann die Bauern, wenn die Nachfrage sinkt noch weniger verdienen würden. Ebenfalls würde der Rohkaffeepreis noch weiter sinken, weil es zu viel Kaffee auf dem Markt hätte. Wichtiger ist es, dass man bewusster konsumiert bzw. einkauft, in dem man Fairtradeprodukte bevorzugt und im Falle der Jeans auf Biobaumwolle achtet.

Ein Handgriff ins Kühlregal

Jeden Morgen früh, wenn ich im Zug auf dem Weg zur Schule sitze, nehme ich als erstes meinen Energy Milk als mein Frühstuck zu mir. Natürlich nicht irgendeinen sondern mein Lieblingsgeschmack Schokolade. Und wie gelange ich zu meinem Drink? Ganz einfach, ich öffne die Kühlschranktür am Morgen früh und schnappe mir einen.
Dabei habe ich mir noch gar nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, was es überhaupt alles braucht, damit der Drink am Schluss so in meinem Kühlschrank steht.

Der Energy Milk besteht hauptsächlich aus frischer Schweizer Milch. Aber wie kommt die Milch überhaupt zu Emmi?
Der Bauer gibt seine Milch zur Verarbeitung an Grosskonzerne ab. Um Milch zu produzieren braucht der Bauer Kühe, welche die Milch erzeugen. Der Bauer muss die Kühe natürlich auch noch regelmässig melken.

Die Milch wird vom Bauern zum Emmi Konzern, dem grössten Schweizer Milchverarbeiter, transportiert, von einem Milchtransporter von einem anderen Unternehmen.
Die Milch wird dann in Emmen im Emmi Konzern weiter verarbeitet zu Käse, Joghurt und eben auch zu den verschiedenen Energy Milks. Ist mein Energy Milk fertig produziert, kommt er in die Verarbeitung, wird dort verpackt und wird dann verteilt. Ist die Herstellung zu Ende, werden die Energy Milks an die Grossverteilen ausgeteilt und diese verkaufen den Drink dann im Laden.
Nun kann ich gemütlich in die Migros oder in den Coop gehen, mir einen Energy Milk mit meinem Lieblingsgeschmack aus dem Regal schnappen, gehe an die Kasse und bezahle dort den Drink. Die Verkäuferin öffnet die Kasse, gibt mir das Retourgeld und den Kassenzettel.
Es ist doch erstaunlich was es alles braucht, damit ich mit einem Handgriff meinen Drink aus dem Regal nehmen kann.

Bei meiner Recherche über die Herstellung von Energy Milks habe ich über den Emmi Konzern erfahren, dass er für die Produktion am Standort Emmen 32'000 Tonnen Dampf pro Jahr braucht. Diese Menge wurde bisher mit Heizöl erzeugt. Um den massiven Co2 Ausstoss zu reduzieren und um Kosten zu sparen, hat sich Emmi entschieden, rund 70% des Dampfes künftig mit erneuerbarer Energie zu produzieren.

Schön zu sehen, dass die Firma welches mein tägliches Frühstück herstellt, zusätzlich auch noch auf die Umwelt achtet und zur Nachhaltigkeit beiträgt.

Mittwoch, 4. März 2009

Erlebnisse einer Hose

Ein für mich wichtiges Konsumgut ist die Jeans. Jeden Morgen ziehe ich mir eine Hose an, und wenn man in meinen Kleiderschrank schaut findet man vorwiegend Jeanshosen darin. Ich habe mir jedoch noch nie überlegt, wie sie hergestellt worden sind und was für eine (lange?) Reise sie gemacht haben, bis sie im Geschäft angekommen sind, in dem ich sie gekauft habe. Ich habe also ein bisschen im Internet recherchiert. Natürlich haben nicht alle Jeans denselben Weg hinter sich, bis sie beim Käufer im Schrank landen, ich denke aber, dass er sich doch schon im Grossen und Ganzen ähnlich ist.
Zuerst wächst die Baumwolle auf einem grossen Feld, wo sie geerntet werden muss. Dies kann von Hand oder mit einer Maschine geschehen. Weiter geht es in eine Spinnerei, wo sie zu Garn gesponnen wird. Dieses Garn wird zu Jeansstoff gewoben. Die Indigofarbe, die zum Färben der Jeans benutzt wird, wird an einem anderen Ort hergestellt, so muss sich der gewobene Stoff und die Farbe irgendwo treffen, wo sie miteinander verarbeitet werden können. Nach einer anschliessenden Veredelung (d.h. der Jeansstoff wird weich und knitterarm gemacht) wird die Jeans zusammengenäht. Die verschiedenen Materialien, die es dazu braucht, kommen aus den unterschiedlichsten Ländern. Zum Abschluss wird die Jeans gewaschen, und zwar mit einem Bimsstein, der ihr den sogenannten „Stone-washed-Effekt“ verleiht. Die Jeans werden dann in verschiedene Firmen verschickt, wo sie ein Label aufgenäht bekommt. Endlich wird sie in einem Modegeschäft in ein Regal gehängt, wo ein kaufwilliger Kunde sie dann erwerben kann.
Jeder Schritt der Jeansherstellung geschieht an einem anderen Ort, in einem anderen Land. Dass eine Hose eine halbe Weltreise macht, bevor ich sie kaufen kann, war mir ganz und gar nicht bewusst. So viele Menschen hatten die Jeans in der Hand und haben an ihr gearbeitet und viel Zeit dafür investiert. Ich gehe ins Geschäft, nehme sie, probiere sie vielleicht kurz an, bezahle und lege sie in meinen Schrank. Das benötigt nur wenige Minuten, und kein Gedanke erinnert mich daran, was die Jeans schon alles erlebt hat. Es war für mich sehr eindrücklich, diese Reise mitzuerleben. Wenn ich das nächste Mal eine Jeans kaufe, werde ich mich vielleicht fragen, was diese wohl schon alles erlebt hat?!
Liebe Studierende, ich möchte mich hiermit zum ersten Mal an Ihrer Blogdiskussion beteiligen. Ihre bisherigen Einträge lesen sich spannend. Ich möchte den einen oder anderen Aspekt, den Sie beschrieben haben, herausgreifen:

Sie haben in Ihren Posts verschiedene Aspekte angesprochen, welche ganz konkreten Möglichkeiten wir haben, einen Beitrag an unser Klima zu leisten und festgestellt, dass schon kleine Schritte und Massnahmen einen Nutzen bringen können. Auch mir ging es so beim Ausfüllen der Tests. Schauen Sie doch nochmals in die klima-commitment-Homepage rein, da finden Sie weitere zahlreiche und einfach realisierbare Tipps.

Eine Möglichkeit, sehr viel Energie zu sparen ist der Hausbau: Pelletsöfen oder Erdwärmesysteme werden in neuen Häusern in der Schweiz immer öfter eingebaut, um Öl- oder Gasheizungen zu umgehen. Man spricht u.a. von Minergiehäusern. Ein Trend, der sich in der Schweiz noch nicht stark etabliert hat, ist nicht nur die Niedrigenergiebauweise, sondern die sog. Nullenergiehäuser. Die Häuser haben keine Heizung, Wärme wird lediglich durch die eigene Körperwärme, Geräte, Kerzen oder die Sonneneinstrahlung erzeugt. Die gute Isolation der Häuser sorgt dafür, dass die Wärme auch im Haus bleibt. Diese Häuser sind wenig teurer im Bau haben aber eine enorme Energieeinsparung zur Folge (über 90% weniger CO2-Emission - und damit auch massiv weniger Heizölkosten, siehe auch: www.passiv.de) – aber, diese umweltschonende Art zu wohnen verlangt, dass auch die Lebensgewohnheiten den Umständen angepasst werden (im Winter können bsw. keine Decken rausgehängt werden, da die gesammelte Wärme gerade verpuffen würde).

Ich habe in den letzten Tagen einige Berichte gelesen und gesehen über die bevorstehende Eröffnung des Autosalons in Genf. Es scheint, dass im Zusammenhang mit der Autoindustriekrise sich auch ein Umdenken bezüglich neuer Produkte der Hersteller vollzogen hat. Ökologische Fahrzeuge sind nicht mehr Spezialprodukte für einige wenige, sondern eine gute und zahlbare Alternative im Angebot der Hersteller. Wenn wir die Zahlen des CO2-Ausstosses von Fahrzeugen kennen, dann muss es eine Pflicht werden, sich verstärkt um energiesparende Fahrzeuge zu bemühen. Dennoch, auch der Autosalon in Genf präsentiert auch dieses Jahr zahlreiche ‚Dreckschleudern’, die sog. SUVs. Auch dieses Fahrzeuge sind weiterhin beliebt.

Bis zum nächsten Mal, mit freundlichen Grüssen, Michael Zahner

Dienstag, 3. März 2009

Von der Orange zum Frühstückssaft

Für mich gehört frisch gepresster oder Orangensaft aus dem Tetra-Pack zu einem guten Frühstück, auch wenn ich fast nie etwas zum Frühstück esse. Aber wenn ich mal Zeit habe, darf der O-Saft nicht fehlen!

Zu Beginn hängt die Orange an einem grossen Baum auf einer Orangenplantage und reift vor sich hin. Wenn sie reif ist, wird sie von Arbeitern gepflückt und in grossen Kisten in ein Lager gebracht, bis sie von einem Lastwagenfahrer abgeholt werden.
Die Orangen werden in eine Entsaftungsfabrik gebracht, wo sie zuerst maschinell gewaschen und nach ihrer Grösse sortiert werden. Anschliessend kommen die Orangen in eine Presse, wo sie ausgequetscht werden. Dies wird meist alles von einer Maschine erledigt und nur noch von wenigen Arbeitern überwacht.
Da viele O-Säfte nicht frisch gepresst werden, wird aus dem süssen Saft und dem Fruchtfleisch ein Konzentrat hergestellt, das später mit Wasser verdünnt wird.
Dieses Konzentrat wird dann von weiteren Arbeitern in einen Kühlraum gebracht, wo es gefriert. Gefroren, bringen die Arbeiter das Konzentrat weiter in einen Laster, welcher die gefrorene Fracht zum Flughafen oder zum Schiffshafen. Hier wird die Fracht verladen und in viele Länder gefahren.
Im Land angekommen, wird ausgeladen und damit wieder eine Lastwagen durch neue Arbeiter beladen. Der Lastwagen bringt die ehemaligen Orangen in eine Abfüllfabrik. Hier wird das Orangensaftkonzentrat mit Wasser und anderen Zutaten maschinell gemischt. Der Orangensaft wird nun in die verschiedensten Packungen, sei es Glas, ein Tetrapack oder in Pet-Flaschen abgefüllt. Der abgefüllte O-Saft wird verpackt und zu den einzelnen Verkaufstellen gebracht.
Hier werden die grossen Pakete von Lagerarbeitern ins Lager geschaffen und von Angestellten mit einem Strichcode versehen und in die vorgesehenen Regale ins Geschäft gebracht.
Nun komme ich endlich auch ins Spiel. Ich gehe ins Geschäft, greife mir den Orangensaft und stell mich an der Kasse an. Die Kassiererin zieht die Packung über den Strichcodeleser und sagt mir wie viel ich bezahlen muss. Ich gebe ihr das Geld und gehe nach Hause. Da hole ich ein Glas aus dem Schrank, öffne die Tetra-Packung und schenke mir den O-Saft ein.

Wenn ich die lange Reise meines Orangensaftes lese, fällt mir auf, dass sehr viele Arbeitsschritte mit Maschinen erledigt oder er mit den verschiedensten Verkehrsmitteln transportiert wurde. Durch die Produktion wird also sehr viel CO2 ausgestossen. Sollte ich nun auf meinen Genuss verzichten? Der Umwelt zuliebe schon, aber ich denke, dass dies nur ein kleiner Trost für die Natur wäre, denn es gibt viel grössere Probleme, welche angegangen werden sollten.


Bildquelle: http://www.ernaehrung-schwarz.de/istockphotos_corinna/Orangensaft.jpg

Montag, 2. März 2009

Mein Kaugummi und ich

Meinen Lieblingskaugummi musste zuerst jemand erfinden. Ich nehme mal an, dass dieser Erfinder/diese Erfinderin nicht mehr so lange suchen musste wie Herr Wrigley damals 1880, da das Grundrezept schon länger besteht. Nicht aber die Geschmacksrichtung, wofür es wahrscheinlich viele Experimente, Versuche und Misserfolge brauchte. Steht das Rezept dann also soll der Kaugummi auch noch in Massen produziert werden. Wie das genau aussieht weiss ich nicht. Ich vermute, dass es vorwiegend maschinell passiert und einige Arbeiter die Mischung, Maschinen und den ganzen Herstellungsvorgang beobachten und anleiten. Gegossen(?), verpackt und verschickt stehen meine Kaugummis dann im Laden, nach Geschmacksrichtungen und Marken sortiert. Bis dorthin, stell ich mir vor, war es bestimmt ein langer Weg.
Verpackt wurde wahrscheinlich von Maschinen, transportiert mit dem Flugzeug, einem Frachter oder einem LKW und dafür braucht es Piloten, Kapitäne, Chauffeure und andere Hilfskräfte. Die Verkäufer und Verkäuferinnen im Laden stellen die Packungen in die Regale. Auch müssen natürlich die Strichcodes gescannt werden, um den Preis im Computer zu haben, damit die Kassiererin nicht mühsam den Preis von Hand eingeben muss. Und ich stehe schlussendlich vor dem Kaugummiregal und entscheide mich – häufig – für meine Lieblingssorte(die hier nicht erwähnt wird).

Nun müsste ich mich fragen, ob mein Kaugummi, bis er zwischen meinen Zähnen landet, wirklich so viel erlebt: Verschmutzt er wobei noch die Umwelt mit dem Fliegen, dem Fahren und dem Verpackungsmaterial, den Maschinen?
Würde ich viele solcher Sachen genauer betrachten, würde mein umweltfreundliches Herz wahrscheinlich einen grossen Sprung machen – belastet all dies die Umwelt wirklich so sehr? Würde es etwas ändern, wenn ich darauf verzichte oder nur noch Kaugummis kaue, die in der Region hergestellt werden?