Donnerstag, 26. Februar 2009

Sondermüll und grüne Hauptstädte

310 Tonnen Gift- und Sondermüll
[Tagblatt online "310 Tonnen Gift- und Sondermüll“ vom 23. 2. 09 - letzter Zugriff 26.2.09]

Diese Woche wurde häufig vom Sondermüll des vergangenen Jahres gesprochen. Im Kanton St. Gallen wurden 310 Tonnen Gift- und Sondermüll gesammelt. Das Tagblatt berichtete, dass zwei Drittel der Abfälle aus privaten Haushalten stammten. Längst sollte allen klar sein, dass Sonder- und Giftmüll nicht in den Kehricht oder ins Abwasser gehört. Eine solche Entsorgung, so das Tagblatt, ist verboten, gefährlich und schadet der Umwelt.
Wie schon im ersten Blog erwähnt, sind solche kleinen Sachen wie das Abfalltrennen eine Möglichkeit für Einzelpersonen etwas für die nachhaltige Zukunft zu tun.
Seit in vielen Gemeinden die Sackgebühr anfällt, begann man auch viel bewusster den eigenen Abfall zu trennen. Anscheinend brauchen (die meisten) Menschen wirklich immer einen Anreiz, um sich ein wenig um die Umwelt zu kümmern. In dem Mass wie der Sackgebühr ist dieser Anreiz, in Form von ‚für die Abfallentsorgung bezahlen’ bzw. ‚Geld sparen, wenn getrennt wird’, durchaus möglich und umsetzbar. Jedoch wird es bei anderen Dingen komplizierter. Bestimmt würden viele Menschen ein Elektroauto fahren und sich A-Energieklasse-Kühlschränke kaufen – der Anreiz dabei wäre aber höchstens der Wille zur Umweltfreundlichkeit, da die Fahrzeuge und Geräte meist teurer und auf Dauer kostspieliger sind als andere.
Kurz gesagt: Die heutige Gesellschaft ist, und wird auch noch eine Zeit lang, eine materialistische Konsumgesellschaft bleiben. Ich bin nicht diejenige, die mit einem Plakat durch die Strassen laufen und die Botschaft verkünden möchte, sondern vielmehr zuerst darauf achten selbst solche Kleinigkeiten konsequent umzusetzen.


Hamburg und Stockholm sind Grüne Hauptstädte
[Tagblatt online „Hamburg und Stockholm sind Grüne Hauptstädte“ 24. 2.09 - letzter Zugriff 26.2.09]

Einen anderen Artikel, passend zu den Anreizen, habe ich ebenfalls im Tagblatt (online 24. 2. 09) gefunden. Die Europäische Kommission hat Hamburg und Stockholm zu „Grünen Hauptstädten Europas“ gekürt. Mit diesen Preisen sollen die Städte ermutigt werden, die Lebensqualität ihrer Bürger und Bürgerinnen zu verbessern, indem der Umweltschutz in die Stadtplanung systematisch einbezogen wird. Hamburg und Stockholm können, so EU-Umweltkomissar Stavros Dimas, anderen Städten in Europa mit ihren Massnahmen zur Bekämpfung von Luftverschmutzung, Treibhausgasen sowie Abfall und Abwasserbewirtschaftung als Vorbild dienen.
Diese Auszeichnung wird jedoch nicht mit Geld dotiert. Und dadurch schwindet mein Argument, die Menschen brauchen häufig einen Anreiz in Form von Geld, ein wenig. Umso besser finde ich es, dass insgesamt 35 Städte kandidierten und sich wirklich Gedanken über Umweltbelastungen zu machen scheinen. Denn wenn sich bereits ganze Städte darum sorgen und Massnahmen ergreifen, sollte es nicht mehr allzu lange dauern, bis sich jeder einzelne Mensch darum bemüht, seiner Umwelt Sorge zutragen.

3 Kommentare:

  1. Hallo Valentina,

    Man würde denken, dass eigentlich jedem Menschen klar ist, dass Sonder- und Giftmüll nicht in den Kehricht oder ins Abwasser gehört. Aber manche handeln was dieses Thema anbelangt immer noch viel zu ignorant. Dabei ist das Abfalltrennen wie du erwähnt hast, eine erste Möglichkeit für Personen etwas für die Nachhaltigkeit zu tun.
    Ich finde es wichtig, dass wir solche kleinen Gelegenheiten dafür nutzen, etwas für unsere Umwelt zu tun.
    Ich hoffe auf jeden Fall, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis jede einzelne Person zu seiner Umwelt Sorge trägt.
    (Beatrice Rissi, LG06Db)

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  2. Ich stimme mit dir und Bea überein: Es müssten langsam wirklich alle Menschen kapiert haben, dass Sonder- und Giftmüll seperat gesammelt werden muss. Das könnte man auch von allen verlangen!
    Aber wenn ich andere Blogs lese, dann frage ich mich sowieso, was denn mit Sondermüll passiert. Sicher, zwischenzeitlich wird er auf Deponien gelagert. Aber wenn solche geschlossen werden (siehe Blog Carmen)? Sondermüll wird man nicht einfach so los...
    Ich denke schon, dass man mit Geld viele Menschen beeinflussen kann. Ich weiss nicht ob das überall so ist, aber bei uns kriegt man finanzielle Unterstützung vom Staat (oder von der Gemeinde?) wenn man z.B. Sonnenkollektoren aufbauen will auf seinem Grundstück.
    Somit sind in unserem kleinen Land auch schon Energie"städte" entstanden. Planken ist zum Beispiel eine (riesige) Energie"stadt" und auch Triesen ist eine.

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  3. Ich denke, dass die richtige Abfallentsorgung und Abfalltrennung auch in der Gemeinde aufgegriffen werden sollte und Möglichkeiten der Entsorgung gewährleisten sollte. Da mir die Abfalltrennung sehr am Herzen liegt, achte ich auch stets darauf. In unserer Gemeinde wird jedoch seit einigen Jahren keinen Karton mehr gesammelt. Die Gründe sind mir nicht bekannt, ich könnte mir jedoch vorstellen, dass sich die Gemeinde die Kosten für eine spärlich gefüllte Mulde ersparen möchte. So bleibt mir nur die Möglichkeit, den Karton aufwändig unter die Zeitungen zu mogeln, was ja nicht der Sinn ist, ihn in die Nachbargemeinde zu fahren, was vermutlich durch das Auto mehr Umweltbelastung bedeutet oder ihn schlussendlich doch per normalen Abfallsack zu entsorgen.
    Auch ich habe mich zuerst gefragt, was mit dem Sondermüll eigentlich passiert. Im Fernsehen habe ich vor längerer Zeit dazu einen Bericht gesehen. Die verschiedenen Materialien werden untereinander wieder getrennt, Metalle und recyclebare Stoffe weiterverarbeitet und so chemisch zubereitet, dass sie möglichst umweltfreundlich entsorgt werden können. Im Internet habe ich zufällig das Logo SENS gefunden, welches die umweltfreundliche Entsorgung von elektronischen Geräten gewährleistet und von der Stiftung für Entsorgung Schweiz herausgebracht wurde. Auch da geht es darum problematische Schadstoffe in umweltverträgliche umzuwandeln, wie dies genau geschieht weiss ich jedoch nicht.

    Quelle: http://www.sens.ch/wDeutsch/recycler/index.php 27.2.09.

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