Freitag, 27. Februar 2009

jetzt tauts

Das Thema Nachhaltigkeit ist recht präsent in den Medien. Besonders aktuell sind Berichte über die Eisschmelze.

Im Vaterland (=eine der liechtensteinischen Landeszeitungen) fand ich am Mittwoch, 27.2.09, den Artikel „2008 zählt zu den Top Ten der heissesten Jahre“. Das Jahr 2008 war laut einer Studie deutlich zu heiss und solche warme Jahre häufen sich in jüngster Vergangenheit. Seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im 19. Jahrhundert liegen all die wärmsten Jahre zwischen 1997 und 2008 (wie bereits Al Gore in seinem Film erwähnte). Im vergangenen Jahr lag die weltweite durchschnittlich 0.44 Grad Celsius über dem Schnitt. In Eurasien, Arktis und Antarktis war es ungewöhnlich warm, die Temperaturen im Pazifik hingegen lagen unter dem langjährigen Mittel. Trotz all dieser Tatsachen, war das Jahr 2008 relativ kühl, nämlich das kälteste seit dem Jahr 2000.
Die Studie kam auch zu dem Schluss, dass mit weit dramatischeren Folgen zu rechnen sei als bisher angenommen. Bereits bei einem Anstieg von weniger als einem Grad ist vermehrt mit Trockenheiten, Hitzewellen und Überschwemmungen zu rechnen.

Am Donnerstag, 26.2.09, fand ich wiederum im Vaterland den Artikel „Eis der Pole schmilzt immer schneller“. Wie bereits Al Gore in seinem Film verkündete, schmilzt die Eisdecke am Nord- und Südpol und auch die Inland-Eisdecke in Grönland immer schneller. Forscher stellten auch einen überdurchschnittlichen Anstieg der Temperaturen in den umliegenden Gewässern fest. Aus dem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ wissen wir, dass dies eine immense Bedrohung für Hunderte Millionen Menschen, die in Küstennähe leben, darstellt. Momentan beträgt der Anstieg des Meeresspiegels 2 Millimeter pro Jahr!
Auch sehr beunruhigend ist die Tatsache, dass Wissenschaftler in Permafrostböden grosse Mengen an eingeschlossenem Methan entdeckten. Tauen diese auf, wird das Methan freigesetzt und gelangt so in die Atmosphäre und würde den Treibhauseffekt verstärken.

Ich denke, dass allein die zwei Artikel eine grosse Aufforderung sein müssten für alle, die sie lesen, endlich die Augen zu öffnen! Schon im Gymi hat uns der Ethiklehrer gesagt, dass es in den nächsten 40Jahren die nächste Eiszeit gäbe, weil der Golfstrom versiegt. Damals glaubte ich das nicht, oder wollte es nicht wahrhaben. Aber es wird mir immer bewusster wie recht er doch hatte, es könnte wirklich so weit kommen, wenn nicht gleich was geschieht.

1 Kommentar:

  1. Etwas beunruhigt mich schon an der ganzen Sachen. Seit Jahren wissen wir, dass die Eisberge am Nord- und Südpol schmelzen, trotzdem wird immer noch viel zu wenig dagegen gemacht. Vor Jahren wurden wir bereits aufmerksam gemacht, dass es höchste Zeit ist die Augen zu öffnen. Der Film von Al Gore, der 2006 erschienen ist, hat uns ebenfalls nochmals darauf hingewiesen, dass wir endlich was tun müssen. Jetzt drei Jahre später, schmilzt das Eis immer noch. Wann wollen die Menschen, die momentan nichts beitragen, endlich verstehen, dass es mehr als nur Zeit ist etwas zu tun. Wahrscheinlich merken sie es erst, wenn die von dir erwähnte Eiszeit eintrifft. Dann wird ihnen vielleicht bewusst, dass es besser gewesen wäre der Umwelt zu helfen anstatt ein geldgieriger Egoist zu sein. Tja, aber dann ist es zu spät!

    Flavia Dagostin, LG 06De

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